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2. Ausgangssituation
Im internationalen
Vergleich besitzt Deutschland eine auffallend hohe Banken-
und Filialdichte. Die Produktpalette im Endkundengeschäft
ist bei allen Voll-Banken nahezu identisch. Potenziale
liegen vor allem in der permanenten Optimierung von internen
Prozesse und Verfahren (3).
Banken, die ihre Prozesse transparent dokumentieren und
standardisieren, sind in der Lage, einzelne Schritte aus
ihrer integrierten Wertschöpfungskette herauszulösen
und sich auf die Kernkompetenzen in Ihren Geschäftsmodellen
zu konzentrieren. Outsourcing wird bedeutsam und Spezialbanken
für Back-Office Funktionen wie z.B. Zahlungsverkehr
oder Kontenführung werden möglich. „Die
Deutsche Postbank AG ist sowohl aus Ihrer Historie als
auch in ihrer strategischen Ausrichtung eine Bank für
das kundenbezogene Massengeschäft“ (4)
und damit auf die kosteneffiziente Abwicklung ihrer Back-Office-Prozesse
angewiesen.
Ende der 90er
Jahre stand die Postbank vor der Herausforderung, ihre
Applikationslandschaft auf diesen bevorstehenden Strukturwandel
vorzubereiten. Es wurde eine Kooperation mit der SAP AG
zur Entwicklung und Implementierung einer weltweit einsetzbaren
Standardsoftware für Banken eingegangen. Zur Bewältigung
dieser Aufgabe wurde die IT-Kompetenz des Konzerns in einer
eigenständigen und flexibel steuerbaren Aktiengesellschaft
gebündelt. Die Mitarbeiter der neuen Postbank Systems
AG kamen zu ca. 1/3 von der Postbank (incl. ehemaliger
DSL-Bank), zu ca. 1/3 von der früheren IT-Tochter
Postbank Data und zu ca. 1/3 vom freien IT-Markt. Es entstand
eine neue Organisation mit unterschiedlichen individuellen
Erfahrungs- und Kulturhintergründen.
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